Einen Erotikfilm oder ein Pornoheft ansehen, was macht das schon?

Durch den Konsum von Erotikfilmen oder pornographischer Literatur werden wir Tag für Tag kaum bemerkbar dazu verführt, die Frau oder den Mann nur einseitig zu sehen. Wir betrachten das andere Geschlecht als ein Objekt des Konsums, das dem eigenen Vergnügen dienen soll. Statt unsere/n Freund/in oder unsere/n Frau/Mann in allen Dimensionen seiner Persönlichkeit zu entdecken, mit seinem Körper, seinem Geist, seinem Herzen, seinem Verstand, seiner Empfindsamkeit, wird alles nur auf eine Suche hinauslaufen: den körperlichen Genuß.

In Beziehungen zu unseren Freunden oder im Arbeitsleben konzentriert sich unser Verhalten auf die Sexualität, weil unser Gedächtnis mit erotischen Bildern besetzt ist. Schnell bemerkt unsere Umgebung dies und das Verhältnis zwischen Mann und Frau wird zweideutig. Durch den einseitigen Blickwinkel zerstört die Pornographie die Liebe bei Paaren.
Wahre Liebe bedeutet, sich selbst zu schenken und auf den anderen zu hören. Sie zeigt sich durch Taktgefühl, Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit. Für all das kann das Herz blind werden, erstickt durch Traurigkeit und Ekel, den die Erotik hervorruft.
In die Tiefe unseres Wesens hat der Schöpfer ein Streben nach Reinheit eingeschrieben. Dieses Streben bleibt bestehen, selbst wenn viel unternommen wurde, es zu verderben. Es ist möglich, diese Reinheit wiederzuerlangen, wo auch immer wir stehen. Vor allem durch die Vergebung, die Gott schenkt. Wir können diese Reinheit im Alltag erlangen, indem wir innerlich wachsam sind. Diese innere Haltung besteht darin, auf schlichte, aber standhafte Weise alles zu vertreiben, was das Herz besetzen könnte. Etwa den Blick von gewissen Situationen abwenden, eine erotische Träumerei brüsk abschneiden oder darauf zu verzichten, eine Revue oder ein Plakat anzusehen.

Nach und nach, auch mit Höhen und Tiefen, wird unser guter Wille die Oberhand gewinnen und wir werden den Frieden und die Freude des Herzens wieder finden.